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Ibiza - Formentera

Menorca-Törn vom
28.August 2005 bis 06. September 2005

1. Tag:   38,2 sm
Palma - Porto Petro

2. Tag:   47,1 sm
Porto Petro - Cala Santandria (Menorca)

3. Tag:   28,3 sm
Cala Santandria - Cala Fornells

4. Tag:   11,4 sm
Cala Fornells - Isla Colom

5. Tag:     9,9 sm
Isla Colom - Mahon

6. Tag:     0,0 sm
Mahon

7. Tag:    40,4 sm
Mahon - Cala Santandria

8. Tag:   47,4 sm
Cala Santandria - Porto Petro (Mallorca)

9. Tag:    24,6 sm
Porto Petro - Isla Cabrera

10. Tag:  31,1 sm
Isla Cabrera - Palma   


Törnbericht:  Rund Menorca

 

28. August 2005

Früh aus der Koje und kurzes Frühstück. Um  8:15 Uhr verlassen wir den Club de Mar in Palma. Ziel ist Porto Petro (38 sm).

In der Bucht von Palma herrscht fast Flaute. Nachher frischt es zwar auf, der Wind kommt aber aus NE und steht uns genau auf der Nase. So müssen wir die ganze Zeit motoren.

Der Anker fällt in der Bucht von Porto Petro um 15:10 Uhr. Wir haben die richtige Wahl getroffen. Die Bucht ist weitläufig. Zumindest im nördlichen Teil ist der Ankergrund haltend. Nur die Jet- und Wasserskifahrer lärmen bis in die Dämmerung hinein. Auch ist das Wasser etwas trübe. Die ersten Schnorchelversuche mit der neuen Ausrüstung sind daher bescheiden.

Auch im Hafen wäre noch Platz gewesen. Aber darauf kann man sich Ende August nicht verlassen. Reservierung wird empfohlen.

Mit dem Beiboot fahren wir in den Fischerhafen. Das Essen in einem der Restaurants ist o. k., aber keine Offenbarung.

 

 

29. August 2005

Auf nach Menorca. 47 sm sind bis zur Cala Santandria an der menorquinischen Westküste zurück zu legen. Wind aus Nord und Welle haben uns nicht abgehalten. Belohnt werden wir mit türkisfarbenem klarem Wasser. Lufttemperatur 31 Grad, Wassertemperatur 26 Grad. Ich denke, das geht. Oder anders gesagt: ich schwimme und schnorchele eineinhalb Stunden durch das Wasser inmitten von bunten Fischen.

Heute wird aus der Bordküche gegessen. Dazu gibt es spanischen Weißwein.

 

 

30. August 2005

Endlich!!!  Das erste Mal in diesem Urlaub können wir die Segel hochziehen. Zwar meint es der Wind auch heute nicht richtig gut mit uns, aber die heute kürzere Strecke bis zu unserem Tagesziel Fornells (25 sm) erlaubt es uns, zu kreuzen. 8 bis 12 kn wahrer Wind, zwischen 6 und 7 kn Fahrt. Das ist annehmbar.

Fornells ist eine große, tief in das Land einschneidende Bucht , bestens geschützt, auch wenn die Nordwinde heftiger wehen. Auch hier ist es kein Problem , einen guten Ankerplatz zu finden. Allerdings erst beim zweiten Versuch im westlichen Bereich. Beim ersten Versuch auf der östlichen Seite fand der Anker nur Seegras und keinen Halt. Leider ist das Wasser hier nicht so klar und sauber wie in Santandria. Nicht dass man nicht schwimmen gehen könnte. Eine Abkühlung bei 34 Grad Lufttemperatur ist angenehm und so tauche ich kurz ins Wasser.

Noch immer gehört der Langustenfang zu den wichtigsten Beschäftigungen der Einheimischen. Von April bis August laufen rund 20 Boote frühmorgens aus und bringen pro Boot sechs bis 15 Langusten an Land. Wenn man Langusten essen möchte, ist hier also der richtige Ort. 

Am Nachmittag fahren wir mit dem Beiboot zum Ort, um einzukaufen. Bei dieser Gelegenheit suchen wir das im Reiseführer empfohlene Restaurant "Es Cranc" auf. Neben der Speisekarte hängt ein Bild, das eine Tonschüssel zeigt, in der in einer Soße Lobster und anderes schwimmt.

Eigentlich wollen wir da von unserem Ansinnen, Lobster zu essen, Abstand nehmen. Andererseits haben wir schon per E-Mail unser Ansinnen den Daheimgebliebenen angekündigt. So sehen wir uns in der Pflicht, das Vorhaben auch auszuführen.

Am Abend fahren wir also mit dem Beiboot an Land, um Lobster zu essen. Für das Restaurant "Es Pla" entscheiden wir uns. Das soll laut Reiseführer auch sehr gut sein, und dort ißt zudem der spanische König Juan Carlos, wenn er hier zu Besuch ist.

Wir wählen "Langusta a la Plancha". Der Lobster ist geteilt und tellerfüllend. Er schmeckt wie frisch verstorben: hervorragend.

Davor gab es als Vorspeise Käsetortillas und als Nachtisch Vanilleeis mit Erdbeermousse. Ein spanischer Weißwein rundet das Essen ab.

Wenig hilfreich ist der "monoglotte" Kellner bei der Beratung. Immerhin gibt er uns vor der Rückfahrt noch einen Wiskey auf Kosten des Hauses.

Ein Osborne in der Plicht rundet das gute Essen und den schönen Abend ab.

 

 

31. August 2005

Die Nordküste ist Menorcas rauhe Seite. Denn Starkwind kommt überwiegend von Nord und wirft dann hohen Seegang an diese felsige Küste. Das ist der Mistral oder hier auch Tramontana genannt, der von der französischen Küste ungehindert über das Meer streicht.

Wir haben Glück. Wind und Wellen zeigen sich zurückhaltend. So können wir problemlos die Nordküste erkunden.

Von Fornells geht es dem heutigen Tagesziel, einem Ankerplatz westlich der Insel Colom entgegen. Eine kurze Etappe von nur 11 Seemeilen.

Bei glatter See und schwachem Wind ist Blistersegeln angesagt. Immerhin bis zu 6,3 Knoten erreichen wir, aber immer über 4,5 kn.

Der Ankerplatz ist weiträumig. Das klare Wasser und die Lufttemperaturen von über 34 Grad laden zum Schwimmen ein.

Heute wird wieder an Bord gekocht. Es gibt Salat, Lachs mit Bratkartoffeln und als Nachtisch Joghurt.

Bei Kerzenschein genießen wir noch einen weißen Rueda. Salute!

 

 

01. September 2005

Der Tag ist gerade erwacht. Es herrscht vollkommene Stille. Kein Motorengeräusch, keine Stimmen, kein Wind, keine Wellen. Das Wasser ist vollkommen glatt. Die Bucht gehört Freya, unserer Bavaria 49, und vier anderen Yachten, die einige hundert Meter entfernt liegen, allein. Rechts hinten sind die Häuser des Örtchens Es Grau zu sehen Ich genieße ein erstes morgendliches Bad im Meer.

Um 11:45 Uhr heißt es Anker auf. Bis zur Bucht von Mahon sind es nur gut 6 sm. Leichtwind aus NNE. Wir haben nicht die rechte Lust, für die kurze Strecke den Blister zu setzen. Außerdem wollen wir ja am Nachmittag noch in die Stadt. Übrigens sind Käse und Gin Menorcas Spezialitäten.

13:45 Uhr haben wir bei Sunseekers fest gemacht. Wegen der Uhrzeit müssen Cola und Fanta als Festmachertrunk herhalten. Dann geht's auch schon los die Hafenpromenade entlang. Schon bald findet sich eine geeignete Bar zur Aufnahme eines Cafe con Leche. Auch die dann folgende Suche nach einer Autovermietung ist nach kurzer Zeit erfolgreich. Bei AVIS mieten wir einen Opel Astra.

Bei der folgenden Fahrt durch die engen Straßen von Mao (Mahon) kommen wir unverhofft zu einem richtigen Ankertrunk und unserem ersten Gin auf Menorca. Wir halten, weil eine Gesellschaft die Straße versperrt. Und schon werden kleine Plastikbecher mit Gin-Cocktails durch das Fenster gereicht. Köstlich.

Vor dem Abendessen ist jetzt aber noch ein Pastis fällig.

Salute.

 

 

02. September 2005

Der Tag ist ausgefüllt mit Inselerkundung.

Kurz nach neun frühstücken wir in einer Bar an der Promenade. Dann geht es auch schon los durch die Altstadt von Mao Richtung Ciutadella. Auf dem Weg dorthin fahren wir den höchsten Berg der Insel hinauf, den El Toro (357m). Von dort hat man einen wunderbaren Rundblick über die Insel. Und besonders gut kann man Fornells, die Lobsterbucht, sehen.

Ciutadella bietet eine schöne Altstadt mit netten Tapasbars und Cafes sowie einen besonderen Hafen. Aber Mao gefällt uns besser. Vielleicht weil wir hier mehr Zeit verbracht haben.

Auf dem Rückweg steht noch Einkaufen auf dem Plan. Dann muss der Proviant zum Boot gebracht und der Wagen abgegeben werden. Schon ist es 17:30 Uhr.

Dann schlendern wir ein letztes Mal durch die Altstadt. Der Anstieg von der Uferpromenade aus ist schon recht anstrengend.

Das Abendessen in einem der Restaurants an der Uferpromenade ist genauso schlecht wie am Vortag. Die Nudelspeisen sind fast ungenießbar. Wieder reingefallen.

 

 

03. September 2005

Cala Cova sollte heute unser Ziel sein. Cala Macarella morgen.

Weil aber der Wind auf SSO gedreht hat und die Wellen in beide Buchten stehen, fahren wir weiter bis zu der uns schon bekannten Cala Santandria. Hier haben wir wieder einen schönen Ankerplatz auf 5 m Tiefe gefunden. Wir schwimmen wieder in klarem türkis farbenen Wasser. Eine herrliche Abkühlung bei 35 Grad Lufttemperatur.

40 sm haben wir heute zuück gelegt. Davon 25 unter Blister. Bei raumer Welle war das Steuern anspruchsvoll. Den Pastis als Ankertrunk haben wir uns verdient.

Nach dem Abendessen an Bord trinken wir noch bei einen Weißwein, einen Faustino V.

 

 

04. September 2005

Menorca ade!

Heute früh sind wir wieder nach Mallorca aufgebrochen. Südostwind und nur 2 Bft Windstärke zwingen uns zunächst zu motoren. Weil der Wind dann auffrischt, können wir ca.10 sm vor Porto Petro die Segel setzen. Allerdings dreht der Wind von SO auf S. So müssen wir hart gegen an kreuzen.

Unser erster Ankerversuch im südlichen Teil der Bucht schlägt fehl. Im dichten Seegras hält der Anker nicht. Im nördlichen Teil klappt es sofort.

Nun haben wir uns den Ankertrunk redlich verdient. Das Beiboot liegt schon im Wasser, um uns später an Land zu bringen. Abendessen in Porto Petro. Das Restaurant La Caracola erfreut sich immer wieder lobender Erwähnung in Zeitschriften, aber uns gefällt das benachbarte Restaurant besser und so essen wir wieder – wie schon auf der Hinfahrt – dort.

 

 

05. September 2005

Auf nach Cabrera!

Am Morgen steht tüchtig Schwell in der Bucht. Da gibt es nur eines: schnell weg.

Heutiges Tagesziel ist Cabrera. Schon in der Bucht von Porto Petro ziehen wir das Groß heraus. Dann geht es immer hart am Wind Richtung SSW. Zwei Wenden reichen aus, um uns vor die Einfahrt von Cabrera zu bringen.

Das Bad im tiefblauen klaren Wasser bringt herrliche Abühlung. Das Abendessen kommt heute wieder aus der Bordküche.

 

 

06. September 2005

Zurück nach Palma  

Angelegt im Club de Mar um 16:50 Uhr. Hier in Palma endet nun unser Menorcatörn. 10 Tage und 278 sm liegen im Kielwasser. Der Windgott hat uns nicht das perfekte Segelwetter beschert. Nördliche Winde auf dem Hinweg, südliche zurück. Aber es hätte viel schlimmer kommen können. Wir konnten den Norden Menorcas erkunden. Das ist oft nicht möglich. Wir konnten mit Blister segeln. Auch Segeln unter Vollzeug war dabei. Von Cabrera nach Palma war von Schwachwind bis 5 Bft, von Raumwind bis hart am Wind alles vertreten.

Auch wurden wir fast nicht von Insekten belästigt. Und es gab keine Quallen (im Gegensatz zu letztem Jahr, als ganze Quallenkolonien durch die Buchten schwammen).

Keinen Tag zu früh sind wir wieder in den Club de Mar eingelaufen. An den beiden folgenden Tagen zieht ein Unwetter über die Balearen, das sogar in den Häfen Schäden anrichtet und zu zeitweisen Unterbrechungen des Flugverkehrs führt.

 

 

     

Freya  | Freya ät Club-de-Mar.de
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